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In Amazons Patent-Antrag erfährt man mehr über die geplante Methode des Zahlens per Hand-Scanning, in Achim sucht Amazon jetzt Mitarbeiter für das neue Verteilzentrum und in Großbritannien schulden Amazon und Deliveroo der Wettbewerbsbehörde noch einige Antworten. 

Hand im Scan
Patrick Foto / shutterstock.com

So will Amazon per Hand-Scan zahlen lassen

Werden Menschen beim Einkaufen im stationären Geschäft irgendwann nur noch ihre bloße Hand zum Bezahlen brauchen? Vor Kurzem wurden Amazons Pläne zu einem Hand-Scanner bekannt, jetzt ist der entsprechende Patent-Antrag öffentlich, wie Golem berichtet. Durch das biometrische Verfahren sollen Kunden über die Eigenschaften ihrer Hände eindeutig identifiziert werden: Dazu gehören Falten auf der Hand – aber auch Merkmale unter der Haut wie Venen, Knochen und Weichgewebe. Ein Scanner soll die Hand erfassen und sie mit einer Datenbank abgleichen, der Kunde bräuchte weder Bargeld, Karte oder Smartphone-App. Die Hand muss dazu noch nicht Mal auf das entsprechende Gerät gelegt werden, heißt es. Das Hand-Scan-Zahlsystem soll zuerst bei Amazons Kette Whole Foods zum Einsatz kommen. 

Amazon sucht Personal für Verteilzentrum Achim

Im Sommer dieses Jahres will Amazon mit dem Bau des neuen Verteilzentrums in Achim nahe Bremen starten, kurz danach soll auch die Suche nach Mitarbeitern losgehen, wie die Kreiszeitung berichtet. Firmen vor Ort fürchten demnach bereits, dass der neue große Arbeitgeber ihnen ihre Angestellten entlocken könnte. „Wir werden Mühe haben, unsere Leute zu halten“, so der Tenor. Die Sorge scheint berechtigt, wie Harald Büge von der Arbeitsagentur Verden Amazons Strategie erklärt. „Sie werden sich den örtlichen Arbeitsmarkt anschauen, das Lohngefüge sondieren und mit ihren Gehalts-Angeboten leicht über dem Durchschnitt liegen.“ Demnach würde Amazon auch mehr als den gesetzlichen Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde zahlen. Am neuen Verteilzentrum sollen rund 2.000 Beschäftigte arbeiten.

Amazon und Deliveroo verweigern Kartellbehörde eine Antwort 

Seit Sommer 2019 nimmt die britische Kartellaufsicht (Competition and Markets Authority / CMA) den geplanten Einstieg von Amazon in den Lebensmittel-Lieferdienst Deliveroo genauer unter die Lupe. Doch das Verfahren stockt: Beide Unternehmen sollten bis zum 18. Dezember des vergangenen Jahres auf Fragen und Bedenken der Marktwächter eingehen – Antworten gab es bisher aber keine, wie die BBC berichtet. Die CMA befürchtet, dass durch Amazons Einstieg bei Deliveroo der Wettbewerb auf dem Lieferdienst-Markt geschwächt werden könnte. Amazon war 2018 mit seinem eigenen Lieferdienst „Restaurants“ in Großbritannien gescheitert. Die weitere Überprüfung des Deals könnte noch bis zu sechs Monate dauern.

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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